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Bibliothek Berlin Tempelhof

Project Author(s)

Visualisten
Office Profile
infoSPAMFILTER@visualisten.de
Düsseldorf
Germany

Project Info

Completion: 2011
Country: Germany
Type: Experimental
Category: Public Buildings

Project Text

Mit der neuen Zentralen Landesbibliothek am Tempelhofer Feld soll ein Ort der Kommunikation geschaffen werden.
Eine Bibliothek ist ein Ort an dem Wissen gesammelt, konzentriert, konserviert und auch kommuniziert wird. Das Wissen soll hier über die Bücher und die Grenzen der Bibliothek hinaus verbreitet werden, für jedermann zugänglich und dauernd präsent sein.
Die Ideale Position für einen solchen Ort, der von der Gemeinschaft geschaffen und geprägt sein soll ist der Platz der Luftbrücke. Er vereint Geschichte, Gegenwart, Alltag und Urbanität, hier stoßen unterschiedliche Welten aufeinander und verlieren sich genauso schnell wieder.
Mit der radikalen Positionierung der ZLB wird ein signifikantes Zeichen gesetzt. Im Städtebaulichen Kontext wird der Platz in seiner halbrunden Form abgeschlossen aber gegenüber dem Rest der Stadt nicht verschlossen. Augenscheinlich durchfließen der Verkehr und das urbane hektische Leben die Bibliothek, erst beim betreten der Eingangsrampen bekommt man das Gefühl langsam in eine andere Welt einzutauchen und dennoch den Kontakt nach außen hin nicht zu verlieren. Über den Dächern der Stadt findet man das gesammelte Weltwissen.
Die Bibliothek hat keine genau definierten Grenzen, alle Medien kann man online abrufen, bestellen und an den verschiedenen Service Points in der Stadt abholen und auch wieder zurückgeben. Um diese Möglichkeit nicht nur auf Smartphone Besitzer zu beschränken, findet man überall in der Stadt multimediale Möbel an denen man sich mit der Bibliothek verbinden kann. Das Gebäude selber ist so aufgebaut, dass jeder Besucher die Möglichkeit hat sich in seiner individuellen Geschwindigkeit dort drin zu bewegen und so immer wieder auf eine andere Art und Weise zu erleben. Aufzüge sind die schnellste Variante, mit denen man von der U Bahn Station, in der sich auch das Magazin befindet, direkt hoch in und durch die Bibliothek fahren kann. Quer durch das gläserne Foyer, dem Kommunikationszentrum, kann man mit Rolltreppen von einer Ebene auf die andere fahren. Der gesamte Freihandbestand befindet sich auf einer riesigen Rampe, die den Besucher langsam immer weiter nach oben führt. Je weiter man sich nach oben bewegt umso mehr verändert sich nicht nur der Blick auf die Stadt sondern auch die Bibliothek. Zur Tempelhof Seite hin stehen die Bücherregale sehr starr und geordnet der Weg führt einen an der gläsernen Fassade zwischen Arbeitsplätzen und Bücherregalen entlang. Auf der zur Stadt hin gewandten Seite wird der Weg etwas verspielter, die Bücherregale variieren in den Höhen und man hat einen ganz neuen Raumeindruck. Je weiter/ höher man geht umso mehr vermischen sich auch die Medien, erst findet man auf den Ebenen nur vereinzelt das ein oder andere Media Möbel, an dem man sich auf unterschiedlichste Art und Weise Informationen einholen oder auch einspeisen kann, auf dem aber auch Bücher zu bestimmten Themen präsentiert werden, nach und nach rücken die Regale in den Hintergrund, bis sie schließlich komplett verschwinden. Auf der vorletzten Ebene erstreckt sich nur noch das Media Möbel, anschließend gelangt man auf den Dachgarten, ein Ort der Rückzugsmöglichkeiten, Kommunikationsbereiche und einen Atemberaubenden Blick über die Stadt bietet.
Auf den gegenüber liegenden Ebenen befinden sich die öffentlichen Bereiche der Bibliothek, der Bookshop, Veranstaltungs- und Arbeitsräume sowie ein Café mit angeschlossenem Dachgarten. Beide Bereiche sind durch Brücken und Rolltreppen miteinander verbunden, die sich quer über das offene Foyer erstrecken. Dies ist der Kommunikations- und Begegnungsort der Bibliothek, an dem Ausstellungen stattfinden und man die Möglichkeit hat sich untereinander auszutauschen und in Kontakt zu treten.


Tags

layout, architecture, conceptual study, design